Rubin, Billie - Lost in Ireland - Verschollen in Irland.pdf
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Impressum
Billie Rubin ist das Krimipseudonym der Münchner Autorin Ute Hacker, die
mit „Lost in Ireland“ ihren zweiten Kriminalroman vorlegt. Sie schreibt
deutsch und englisch und ist seit vielen Jahren Mitglied der internationalen
Online-Gruppe IOWG. Billie Rubin ist Herausgeberin diverser Krimiantholo-
gien; „High Noon in München“ versammelt ihre besten Kurzgeschichten.
Mehr Infos gibt es auf
www.billierubin.de
For Marie and Martin, my Dublin friends
Lektorat: Gabriele Dietz
Englischsprachiges Lektorat: Carole Eilertson
Coverfoto: Nancy Glor
eBook-Konvertierung:
kaltnermedia GmbH, Bobingen
www.langenscheidt.de
© 2009 by Langenscheidt KG, Berlin und München
ISBN 978-3-468-69203-1
One
“Es gibt keinen Grund, nervös zu sein”, sagte Conny zum wiederholten
Mal.
“Ich weiß”, erwiderte Ruth. Dennoch konnte sie den verkrampften Griff
um ihre Armlehne nicht lockern. Immerhin war es eine ganze Weile her, dass
sie geflogen war. Jetzt war sie noch dazu auf dem Weg nach Dublin,
geschäftlich!
“Ich habe Angst”, sagte sie.
“Vorm Fliegen?”, fragte Conny erstaunt. “Seit wann hast du Angst vorm
Fliegen?”
“Nicht vor dem Fliegen”, gab Ruth zurück. “Vor der Konferenz.” Sie war
dankbar, dass Conny nicht lachte. Sie kam sich selbst ziemlich lächerlich vor.
Sie war eine erwachsene Frau von 37 Jahren und hatte Angst vor einem
Seminar.
“Ach was”, versuchte Conny sie zu beruhigen. “Es wird lustig werden,
glaub mir. Die Iren sind wunderbare Gastgeber.”
Ruth war nicht überzeugt.
“Ich habe Angst vor dem Englischsprechen.”
“Darüber haben wir doch schon zigmal geredet. Es gibt auch da keinen
Grund, Angst zu haben. Du sprichst doch im Büro jeden Tag Englisch. Wo
ist das Problem?”
Ruth zuckte die Achseln. “Ich hab einfach Angst, etwas falsch zu
machen.”
“Why don’t we speak English then? Perhaps that will help!”, sagte Conny.
“Was?” Ruth starrte die Freundin entsetzt an.
“Schau nicht so entgeistert. Wir könnten schon mal mit dem Üben anfan-
gen. Dann bist du drin, wenn wir ankommen.” Conny warf einen Blick auf
ihre Armbanduhr. “Wird eh nicht mehr lange dauern.”
“Du hast vermutlich recht”, erwiderte Ruth.
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“Ich weiß schon”, sagte Conny. “Die Sache mit Georg hat dich mitgenom-
men.” Sie schwieg eine Weile und fragte dann: “Hat er noch etwas gesagt?”
Ruth schüttelte den Kopf. “Nein. Er ist wohl immer noch sauer.”
“Say it in English”, forderte Conny sie auf. Als Ruth sie zweifelnd an-
schaute, fügte sie hinzu: “It’s good training, believe me.”
Ruth gab sich einen Ruck. “We had another
→
fight
yesterday evening”,
begann sie. “He wanted me to stay home ...”
“Really?”
Ruth nickte. Eigentlich wollte sie nicht an die unschöne Szene erinnert
werden.
“What did you say?”, wollte Conny wissen.
“I have to go as this is a
→
business trip
and the
→
company
is paying for
it”, sagte Ruth.
“I
→
guess
it didn’t
→
impress
him much”, bemerkte Conny spöttisch.
“No”, bekräftigte Ruth und schloss die Augen.
Seit Wochen hatte es zu Hause kein anderes Thema mehr gegeben als die
Konferenz in Dublin. Andere Männer wären vielleicht stolz gewesen, dass
ihre Frau so eine Chance bekam, aber nicht Georg. Georg dachte nur daran,
dass er sich fünf Tage lang selbst versorgen musste und für die Kinder ver-
antwortlich war. Als wenn die noch einen Aufpasser nötig hätten. Susanne
und Markus waren selbstständiger als ihr Vater.
“We
→
shouldn’t have
talked about it”, sagte Conny leise.
“Ist schon okay”, erwiderte Ruth. “Ein paar Tage Abstand tun uns ganz
gut.”
“Du denkst doch nicht an Trennung, oder?”
“Manchmal schon”, gab Ruth zu. “Seit ich arbeite, ist der Wurm drin. An
allem bin ich schuld. Dabei habe ich meine Arbeitszeiten schon so gelegt,
dass sie nicht mit den Interessen der Familie kollidieren.” Sie lachte. “Und
wie sagt man das jetzt auf Englisch?”, wollte sie von der Freundin wissen.
“Ach, sprechen wir einfach nicht über deine Familienprobleme”, schlug
Conny vor.
“Ich hatte nicht vor, mit Fremden darüber zu diskutieren”, seufzte Ruth.
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“I am sorry”, sagte Conny. “Now you’re worried about your family
→
in-
stead of
looking forward to some nice,
→
relaxing
days in Ireland.”
“Ich war noch nie in Irland”, sagte Ruth. Im Gegensatz zu Conny, die
schon dort gelebt hatte. Aber auch das war ein Thema, das man besser nicht
ansprach.
“Things will be different from today. It may be fun to be a foreigner”,
sagte Conny fröhlich.
Die Stewardessen kamen den Gang herab und boten Duty-Free-Artikel an.
“I’d like to buy some
→
perfume
for my friend here”, sagte Conny und
deutete auf Ruth, die vergeblich protestierte.
Die Stewardess warf Ruth einen prüfenden Blick zu und meinte dann:
“Perhaps
Cool water
is the right
→
choice
. Or
Iceberg
.”
“No, I’ve got
Iceberg
”, warf Ruth ein.
Conny grinste. “Then it’ll be
Cool water
. I like it very much and I think it
would suit you.”
Sie hielt der Stewardess ihre Kreditkarte hin, unterschrieb den Beleg und
nahm die Tüte mit dem Parfüm entgegen.
“My welcome present for you”, sagte Conny und gab die Tüte an Ruth
weiter.
“Danke”, murmelte die. “Das wäre aber nicht nötig gewesen.”
Sie schwiegen eine Weile. Plötzlich sagte Conny: “You were always the
perfect
→
couple
.”
“Was?” Ruth hatte keine Ahnung, wovon Conny redete.
“Du und Georg. Ihr wart immer das perfekte Paar für mich. Ihr hattet nie
Streit, es gab nie hässliche Szenen.” Sie klang nachdenklich.
Zumindest nicht vor anderen Leuten, dachte Ruth. Die ersten Jahre waren
wirklich harmonisch, aber Streit und Szenen haben wir in den letzten
Wochen reichlich nachgeholt.
“Es war richtig, dass du dich für die Reise entschieden hast”, sagte Conny.
“Ich weiß es nicht”, erwiderte Ruth und gähnte. Sie spürte plötzlich Druck
auf den Ohren. “Geht’s schon runter?”
Conny schaute auf die Uhr und nickte. “Ja, wir sind bald da.”
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